Ein Carport aus Holz kostet in der Regel weniger und wirkt wärmer, ein Carport aus Aluminium oder Stahl rostet nicht und braucht über die Jahre kaum Pflege. Welches Material zu dir passt, hängt davon ab, ob dir der Anschaffungspreis oder der spätere Pflegeaufwand wichtiger ist. Beide Materialien tragen Schnee, wenn der Hersteller die passende Statik liefert.
Holz oder Metall: die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
| Holz | Aluminium / Stahl | |
|---|---|---|
| Anschaffungspreis | meist günstiger | meist teurer |
| Pflege | Anstrich alle 2 bis 4 Jahre | nur gelegentlich abwaschen |
| Gewicht | hoch (eigenes Baugewicht trägt mit) | niedrig, Aluminium am leichtesten |
| Optik | warm, passt zu den meisten Hausfassaden | klar, modern, oft mit Pulverbeschichtung |
| Typische Garantie | um 5 Jahre | oft 10 Jahre bei Aluminium |
| Aufbau | zu zweit, Holz ist schwerer zu heben | leichter zu heben, oft handlicher im Aufbau |
Carport aus Holz: Vorteile und Nachteile
Ein Holz-Carport wie der Skan Holz Wallgau kostet um die 2.159 Euro für knapp 19 m² überdachte Fläche, also rund 114 Euro pro m². Das ist der Hauptvorteil von Holz: Für dieselbe Fläche zahlst du meist weniger als bei Aluminium oder Stahl, und kesseldruckimprägnierte Kiefer oder Fichte hält bei regelmäßiger Pflege viele Jahre.
Der Nachteil zeigt sich erst nach dem Aufbau. Holz braucht alle zwei bis vier Jahre einen neuen Anstrich oder eine Lasur, sonst bleicht die UV-Strahlung die Oberfläche aus und Feuchtigkeit kann das Holz angreifen. Ein Holz-Carport ist außerdem deutlich schwerer: Der Wallgau wiegt rund 490 kg allein als Bausatz, ohne Beton und Dachziegel. Zu zweit aufzubauen ist bei diesem Gewicht Pflicht.
- Günstiger pro m² überdachter Fläche als Metall
- Wärmere Optik, passt zu den meisten Hausfassaden
- Braucht regelmäßigen Holzschutz (Anstrich, Lasur)
- Deutlich schwerer, Aufbau zu zweit nötig
- Alle Modelle: Holz-Carports im Vergleich
Carport aus Metall: Aluminium oder Stahl
Aluminium ist pulverbeschichtet und rostet grundsätzlich nicht, verzinkter Stahl trägt bei schlanken Profilen viel Schnee. Der Ximax Linea Typ 60 liegt bei etwa 3.149 Euro für 13,5 m², umgerechnet rund 233 Euro pro m². Dafür gibt Ximax zehn Jahre Garantie, doppelt so lange wie bei den Holz-Modellen in unserem Vergleich.
Nicht jedes Metall-Modell ist teuer: Der Westmann Helsinki kostet nur 999 Euro bei 15 m² Fläche (rund 67 Euro pro m²) und wiegt mit etwa 90 kg nur einen Bruchteil eines vergleichbaren Holz-Carports. Das macht den Aufbau deutlich leichter, auch wenn das Profil dünner ausfällt als bei den teureren Aluminium-Modellen.
- Rostet nicht, braucht praktisch keine Pflege außer Abwaschen
- Deutlich leichter als Holz, Aufbau geht schneller
- Längere Garantiezeiten bei Aluminium verbreitet
- Günstige Einstiegsmodelle und hochwertige Varianten liegen preislich weit auseinander
- Alle Modelle: Alu- und Stahl-Carports im Vergleich
Was kostet mehr, Carport aus Holz oder Metall?
Carports aus Holz kosten pro m² überdachter Fläche im Schnitt weniger als Aluminium-Carports, zum Beispiel 114 Euro beim Skan Holz Wallgau gegenüber 233 Euro beim Ximax Linea. Die Spanne bei Metall ist aber groß: Einfache Stahl- oder Alu-Modelle wie der Westmann Helsinki liegen mit rund 67 Euro pro m² sogar unter vielen Holz-Carports. Wer sparen will, vergleicht am besten den Preis pro m² und nicht nur den Gesamtpreis.
Was hält länger, Holz oder Metall?
Bei guter Pflege hält ein Holz-Carport genauso lange wie ein Metall-Carport, meist 20 Jahre und mehr. Der Unterschied liegt im Aufwand: Holz braucht dafür regelmäßigen Anstrich und Kontrolle auf Feuchte, Aluminium und verzinkter Stahl rosten nicht und halten ohne diese Pflege durch. Vernachlässigtes Holz kann dagegen schon nach wenigen Jahren faulen.
Kann man einen Carport aus Holz und Stahl kombinieren?
Ja, einige Hersteller bauen Pfosten aus Stahl mit einer Dachkonstruktion aus Holz, um die Stabilität von Metall mit der Optik von Holz zu verbinden. Das ist seltener als reine Holz- oder reine Metall-Modelle und meist etwas teurer, weil zwei Materialien verarbeitet werden. Prüfe bei solchen Mischbauten, ob der Hersteller eine gemeinsame Statik für beide Materialien liefert.
Pflegeaufwand im Vergleich
Ein Holz-Carport braucht realistisch alle zwei bis vier Jahre einen neuen Anstrich, je nach Lage und Wetterseite. Dazu kommt eine jährliche Sichtkontrolle auf Risse, Moos und feuchte Stellen am Fuß der Pfosten, wo Holz am längsten nass bleibt. Ein Metall-Carport verlangt dagegen kaum etwas: gelegentlich mit Wasser abspülen reicht, bei Aluminium auch ohne das. Wer wenig Zeit oder Lust auf Wartung hat, ist mit Metall klar im Vorteil.
Wie stabil ist ein Carport bei Schnee und Wind?
Beide Materialien tragen Schnee, solange der Hersteller die passende Statik für deine Region liefert. Entscheidend ist nicht Holz gegen Metall, sondern die angegebene Schneelast in kg pro m² und ob eine geprüfte Statik für den Bauantrag vorliegt. Details dazu liest du im Ratgeber Schneelast bei Carport und Terrassendach.
Für wen passt welches Material?
Für ein knappes Budget und eine warme Optik zum Haus passt ein Holz-Carport wie der Skan Holz Wallgau oder Friesland, wenn du die Pflege alle paar Jahre einplanst. Für wenig Zeit und eine moderne, pflegearme Lösung passt Aluminium, etwa der Ximax Linea für mehr Ausstattung oder der Westmann Helsinki als günstiger Einstieg. Brauchst du Platz für zwei Autos, lohnt sich ein Blick auf Doppelcarports in beiden Materialien.
Noch unsicher? Der Finder schlägt dir in fünf Fragen drei passende Modelle vor, egal ob Holz oder Metall.



